HEXEN

Was ist eine Hexe?
Nicht nur Frauen wurden in der Vergangenheit bezichtigt, sondern auch Kinder, Männer und sogar Tiere. Bis heute werden Menschen aufgrund von Hexereianschuldigungen bedroht.

Eine Hexe zu sein, ist für viele Menschen mittlerweile aber auch eine positive, religiöse und teilweise auch feministische Selbstbezeichnung.

GLAUBE

Hexen gibt es nicht bloß im Märchen oder in der Vergangenheit!
Der Glaube an Hexerei und Schutz- und Schadzauber waren und sind verflochten mit religiösen Traditionen und Formen des Glaubens – ausserhalb und innerhalb von etablierten Religionen.

VERFOLGUNG

Was hat man unter Hexerei verstanden und warum wurde sie mit dem Tod bestraft?
Die Motivationen, den Nachbarn oder die Bekannten der Hexerei anzuklagen, waren vielfältig! Neue Forschungen decken weiter auf, wie die Prozesse abliefen und wer die Opfer waren.

DAS THEMA: ANDERSARTIG

DIE INITIATIVE: AUFARBEITUNG DER MARBURGER GESCHICHTE

GESTALTUNG DES THEMENJAHRES: BÜRGER*INNEN-BETEILIGUNG

PRESSE + BERICHTE

Unter dem Titel Andersartig: Hexen. Glaube. Verfolgung widmet sich die Marburger Kulturszene 2020 und 2021 einem dunklen Kapitel der Stadtgeschichte und dessen facettenreicher Rezeption bis heute: Die Verfolgung von Hexerei. Im 17. Jahrhundert wurden zahlreiche Personen in Marburg und der Umgebung der Hexerei angeklagt, einige wurden im sogenannten Hexenturm am Marburger Schloss gefoltert und am Richtsberg getötet. Wenngleich die Marburger Verfolgungen nach kurzer Zeit ein Ende fanden, wird Hexerei bis heute diskutiert und ist Thema der Kultur, der Literatur, der Kunst und der religiösen Praxis. Damit ist Hexerei bis heute präsent. Die Debatten zeigen Themen um soziale Ausgrenzung, Beschuldigungen und eine Bandbreite von Aneignung, Abgrenzung und Selbstermächtigung auf. Der Blog ANDERS[nicht]ARTIG beleuchtet diese Geschichte des Hexenglaubens und der Hexenverfolgung und erforscht deren Spuren auch über Marburg hinaus und bis in die Gegenwart.

Der Wunsch, der Erinnerung an die Opfer der historischen Hexenprozesse und ihrer Rehabilitierung einen würdigenden Ausdruck zu verleihen, führte 2017 zu einem Antrag im Stadtparlament. Dieser wurde genehmigt und führte schließlich zu dem Themenjahr 2020-21 mit einem umfangreich angedachten Programm im Rahmen von Andersartig: Hexen. Glaube. Verfolgung.

Zentrales Konzept des Themenjahres ist eine Bürger*innenbeteiligung: Marburger*innen brachten sich mit unterschiedlichen Beiträgen selbst ein. Aktionen, wie besondere Bepflanzungen im Rahmen des Themenschwerpunkts MAGIE DER KRÄUTER, haben das Thema in den Alltag und ins Stadtbild gebracht. Die vielfältigen Veranstaltungen befassten sich nicht nur mit den Geschehnissen der historischen Hexenverfolgungen und der Hexenprozesse im Marburg der frühen Neuzeit. Thematisiert wurden auch Rezeptionsgeschichten, Vorurteile, populäre Darstellungen von Hexen*, zeitgenössische Glaubensvorstellungen und emanzipative Umdeutungen.

Todesstrafe wegen Sex mit dem Teufel, (M. Hitzroth, Oberhessische Presse 03/2020).

Themenjahr zur Hexenverfolgung: „Gefoltert. Gestanden. Zu Marburg verbrannt“ (Stadt Marburg 01/2020).

Vorträge, Workshops, Exkursionen. Vielfalt ist Programm der Broschüre zum Hexenjahr (Stadt Marburg 02/2020).

Marburgs Heilpflanzenoasen entdecken, Bericht über die Reihe Magie der Kräuter (Mittelhessen.de 06/2020).

Hexentanz in Erbenhausen. Eine Ausstellung im Marburger Staatsarchiv dokumentiert Beispiele der Hexenverfolgung, Bericht der Oberhessischen Presse (05/2020).

Gefoltert, enthauptet und verbrannt, Bericht über die neue Studie von Dr. Ronald Füssel über die Marburger Hexenverfolgung (M. Hitzeroth, Oberhessische Presse 05/2020).

Innenstadt-Rundgang auf den Spuren von Heilpflanzen, Bericht über die Marburger Kräuter Oasen (M. Hitzeroth, Oberhessische Presse 06/2020).

Aufforderung zur Beteiligung zum Themenjahr Hexenglaube und Hexenverfolgung (Stadt Marburg 2019).

HR2 Radiobeitrag: „Andersartig“ von Andrea Wöllenstein (30.03.2020)

Dies stellt nur eine Auswahl an Pressebeiträgen und -meldungen dar.

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