INHALTE DES BLOGS

Der Blog widmet sich Fragen um Hexerei in Vergangenheit und Gegenwart: Was war und ist Hexerei? Ist sie ein historisches Phänomen oder gibt es sie noch heute? Sehen sich Menschen als Hexen oder Hexer oder wie wird es ihnen zugeschrieben?

REFLEXION ÜBER ANDERSARTIGES

Als autonomer Kommentar zum Themenjahr in Marburg widmet sich der Blog nicht nur Andersartigkeit in historischer Perspektive, sondern möchte auch verschiedene Perspektiven auf ein variantenreiches Thema zusammenbringen: Wer kann mitreden am Erinnern an die Vergangenheit? Wer entscheidet, wie wir heute darüber sprechen? Wie führen wir einen Dialog über unterschiedliche Ansichten hinaus?

BEITRÄGE ZUM THEMENJAHR

Die Beiträge des Blogs widmen sich verschiedenen Themenbereichen: Kräuterkundliches berichtet vom Wissen um Heilung und Wirkung von Pflanzen und bezieht sich auf den Themenschwerpunkt MAGIE DER KRÄUTER im Themenjahr. HISTORISCHES und GEGENWÄRTIGES beleuchtet Hexerei in zeitgeschichtlichen Kontexten. STADTTYPISCHES und KÜNSTLERISCHES berichtet über kulturelle Veranstaltungen.

EIN BLOG: DOKUMENTIEREN + DISKUTIEREN!

So viele Veranstaltungen, so wenig Zeit. Marburg ist eine Stadt mit lebendiger Kulturszene. Unter den zahlreichen Angeboten sollen jedoch nicht Reflexion und kritische Nachfragen verpuffen: Ein Themenjahr steht 2020 an. Es widmet sich mit der Hexenverfolgung im europäischen Raum des 17. Jahrhunderts keinem leichten Thema. Es ist ein trauriges Kapitel der Stadtgeschichte, das in diesem Jahr zum Thema gemacht wird: Ausgrenzung, Hetze, Beschuldigungen, Folter und Mord. Das Themenjahr beleuchtet diese Geschichte und erforscht deren Spuren auch über Marburg hinaus und bis in die Gegenwart. Es ist auch ein Thema, das sich in der Rezeption bis heute gehalten hat und das die Gemüter erhitzt.

Marburg wäre nicht Marburg, wenn kein Querdenken über dieses Themenjahr möglich wäre.

EIN KOMMENTAR ZU KULTUR + DISKURS

Während sich viele Personen dafür interessieren und spannende Beiträge in Ausstellungen, Diskussionen, Konzerten, Seminaren, Performances, Lesungen und vielen weiteren Formaten gestalten, möchten wir dies würdigen und weitere Fragen stellen: Welche Bilder von Hexerei bestehen heute noch? Wie sehen diese Bilder von Hexen aus? Wie werden sie durch Populärkultur oder gesellschaftliche Diskurse geprägt? Wie konnte es zu den Hexenverfolgungen im 17. Jahrhundert kommen? Welche Zuschreibungen bestehen noch immer, und wie erleben heutige Hexen diese?

Entstanden ist die Idee zum Blog in Gesprächen mit dem Fachdienst Kultur der Stadt Marburg. Der Blog soll das Themenjahr dokumentieren, kritisch reflektieren und ins Digitale bringen: Mehr Menschen sollen mitreden können. Mehr Beiträge sollen zum Thema gesammelt werden. Mehr kritische Diskussionen und Ansichten sollen Gehör finden. Dabei soll der Blog einen eigenen kritischen Beitrag leisten.

Das Themenjahr startete im Frühling 2020: Die neue Lage von Kultur und einem möglichen Zusammenkommen in und nach der Pandemie ist ein Grund mehr, sich einerseits digital auszutauschen und andererseits soziale Prozesse und Modelle des Miteinanders in den Blick zu nehmen.

VIELFALT IST PROGRAMM: FLEXIBILITÄT, EXPERIMENT + ZUSAMMENARBEIT!

ZUM THEMA: HEXENVERFOLGUNG + ANDERSARTIGKEIT

Der Blog ANDERS[nicht]ARTIG bildet nun ein eigenes und flexibles Format. Alle Beiträge von künstlerischen Arbeiten, über Texte, Videos, bis hin zu Statements und Reflexionen haben hier Platz. Dabei ist uns Wissensvermittlung für Viele wichtig. Wir wollen innerhalb des Themenjahres 2020 einige der Veranstaltungen begleitend vorstellen, kommentieren und eigene Beiträge entwickeln. Ergänzend geplant sind Gastbeiträge, Interviews, Informationshinweise und Verlinkungen, die eine Vielfalt an Perspektiven einbringen: „Vielfalt ist Programm“ heißt es aussagekräftig in der Broschüre zum Themenjahr. Dies ist ein wichtiges Gut einer offenen Gesellschaft – und spiegelt sich auch im Verständnis des Blogs wider.

Die Frage nach Andersartigkeit beschäftigt uns auch als Kulturwissenschaftlerinnen und Historikerinnen: Was gilt als „normal“ und was nicht? Wer bestimmt dies? Was bedeutet es, etwas oder jemanden als „andersartig“ zu bezeichnen? Andersartigkeit kann vieles zwischen bewusster Rebellion oder ungewollter sozialer Ausgrenzung sein. Genauso komplex wie die eigenen oder fremden Wertungen können auch die Auswirkungen auf die Betroffenen sein: Die Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert ist nur eines von vielen Beispielen. Auch heute werden Menschen aufgrund von Zuschreibungen von Andersartigkeit bedroht.

Aber was ist diese Andersartigkeit? Da sie anders-nicht-artig ist, widerspricht sie mitunter dem Gewohnten. Sie findet meist nur am Rand Erwähnung, wird aus den Akten getilgt, fragmentarisch überliefert oder wird nur durch Fremdzuschreibungen erfahrbar: So wie wir über die Opfer der Hexenverfolgung meist nur aus den Protokollen ihrer Folter wissen.

Das Thema der historischen Hexenverfolgung verweist auf weitere Beispiele struktureller Gewalt, bis heute. Andere Formen sozialen Unrechts und die Beteiligung von Religionen, Wissenschaften sowie staatlicher Rechtssysteme daran können hier kritisch mitgedacht werden. Der Blog möchte dem Rechnung tragen, der Name und die Rubrik ANDERS[nicht]ARTIG verweist darauf.

DAS TEAM:

KULTUR TRIFFT KULTURWISSENSCHAFT

EIN RESPEKTVOLLER AUSTAUSCH ÜBER HEIKLE THEMEN: MITREDEN + GESTALTEN

Im Team ist Julia Vogel die Chefredakteurin des Blogs. Sie ist Kultur- und Sozialanthropologin und erweitert ihre Expertise gerade mit einem BA in Geschichte an der Universität Marburg. Mitarbeit und weitere Ideen bringen die Kunst-, Kultur- und Religionswissenschaftlerinnen Celica Fitz und Marita Günther ein. Gastbeiträge zu den Blogthemen, Essays, Fotografien oder Künstlerisches nimmt das Team gerne auf.

Der Blog soll nicht nur dokumentieren, sondern auch den Austausch ermöglichen. Interaktive Elemente, Spielereien und Challenges werden Sie in vielen Beiträgen entdecken. Ebenso sind Ihre Meinung und eigene Beiträge gefragt. Selbst wenn nicht bei jedem Beitrag die Kommentarfunktion möglich ist, ein Mailfach ist immer offen: AndersartigerBlog[ät]web.de. Wir freuen uns auf Feedback und eigene Beiträge.

Bei allen Aktionen und Beiträgen ist uns ein respektvoller Umgang wichtig: Untereinander, über die Themen und Inhalte und über Andersdenkende. Ein offener Diskurs ist dabei gewünscht. Die Redaktion moderiert die Kommentare und Artikel. Sie behält sich vor, gegebenenfalls den Zugang zur Kommentarfunktion zu sperren, wenn gegen geltende Gesetze verstoßen wird. Die Meinungsfreiheit ist uns wichtig. Sie endet für uns da, wo andere Personen beleidigt werden oder es grundsätzlich zu diskriminierenden Äußerungen kommt, sei es aufgrund der politischen, religiösen und sexuellen Selbstverständnisse, Nationalitäten, Herkünfte, des Alters, Geschlechts oder weiterer Zuschreibungen. Gemeinsam wollen wir respektvoll aktuelle Themen besprechen. Dabei machen wir Prozesse der Zuschreibung auch direkt zum Thema.

EIGENE IDEEN EINBRINGEN: KONTAKT + DISKURS

Eigene Beiträge zum Blog können der Redaktion jederzeit vorgeschlagen werden. Das Thema sollte zum Blog passen: Ob aktueller Bezug, historische Spurensuche, Essay oder Künstlerisches ist dabei Ihnen überlassen. Der Blogtext sollte einen Zeichenumfang von 14.000 nicht überschreiten: Zusätzliche Dateien und Texte sowie Videos und Bilder einzufügen ist möglich und gewünscht.

Wenn Sie einen Beitrag einreichen möchten, so obliegt es Ihnen, die notwendigen Bildrechte oder anderweitige Rechte der Urheberschaft zu klären. Gerne beraten wir Sie dabei, wenn Sie Fragen haben.

FOLGEN SIE DEM BLOG, UM ÜBER NEUE BEITRÄGE INFORMIERT ZU WERDEN:

WEITERLESEN: