AUSSTELLUNGEN MIT + ÜBER HEXEN IN MR

AUSSTELLUNGEN IN MARBURG

HAUS DER ROMANTIK: „Die Zauberinnen mögen verbrennet werden – Hexenverfolgung in Hessen“

Das Haus der Romantik am Marktplatz in Marburg zeigt ab dem 27.09.2020 eine Sonderausstellung mit den Prozessprotokollen einiger Fälle von Hexenverfolgung. Sie gibt Einblick in die Rechtsprechung der frühen Neuzeit und eine Übersicht über die lokalen Fälle. Warum ein Schadenszauber zu dieser Zeit so gefürchtet war und was dies mit dem Weltbild zu tun hat, wird diese Ausstellung aufzeigen. Eine Finissage ist 2021 geplant.

STAATSARCHIV MARBURG: „Zauberei ist des Teufels selbs eigen Werk“

Die Ausstellung mit den historischen Protokollen der Hexenprozesse ist nun auch online zu sehen und informiert über Hexenbilder, Hintergründe der Verfolgungen, die Rechtsprechung der frühen Neuzeit und ihr Verhältnis zum Buchdruck.

RATHAUS: „Will meinen Frieden finden … „

FrauenKunstGeschichte präsentiert im Oktober die Ausstellung „Will meinen Frieden finden …“. Die Ausstellung wird am 04.10. eröffnet und ist bis zum 20.10.2020 im Marburger Rathaus zu sehen.

Die Ausstellung wird Arbeiten von Michael Bartsch, Helga-Katharina Berndt, Angelika Bernhammer, Anne Heidenreich, Iris Kramer, Sibylle Markl, Sandra Ritter, Burgi Scheiblechner, Ilse Seidel-Schmalenbach, Elke Therre-Staal und Gerda Waha zeigen.

Der Titel der Ausstellung gibt die Aussage einer als Hexe angeklagten Frau während einer „peinlichen Befragung“ (einer Folterung) wieder und stellt die gequälte, als Hexe diffamierte Frau in den Mittelpunkt, die sich in einer aussichtslosen Situation befindet, der sie ohnmächtig ausgesetzt ist und die sie nur noch beenden möchte, sei es auch zu ihrem Schaden. Dass es vielfältige Zugänge zum Thema gibt, die auf der Basis persönlicher Erfahrungen und künstlerischen Ausdrucks zu ganz unterschiedlichen Kunstwerken führen, zeigen die in der Ausstellung vertretenen Arbeiten. So bildet für einige die Auseinandersetzung mit der historischen Hexenverfolgung die Grundlage für die Entwicklung ihres Werks, andere haben das Gruppenphänomen des Ausgrenzens und Mobbings in den Mittelpunkt gestellt, für weitere war die feministische Perspektive ausschlaggebend.

Zitat aus der Ankündigung, FrauenKunstGeschichte e.V.

Die Vorschau auf das Ausstellungsprojekt verspricht eine Schau mit einer Bandbreite an künstlerischen Techniken von Zeichnung und Malerei über Skulptur bis zu Installationen mit emotionalen Zugängen zum Thema sozialer Ausgrenzung und Hexerei. Die Ausstellungseröffnung ist am 04.10.2020 im Marburger Rathaus.

DER ANDERE BLICK AUF DIE FRAU(EN) IN DER KUNST

Eine kunsthistorische Perspektive zeigt Gaby Küppers am 20.10.2020 mit dem Vortrag Hexendarstellungen in der Kunstgeschichte – Das Böse ist eine Frau auf. Sie zeigt, wie die Figur der „bösen Frau“ sich als Motiv durch die Geschichte der Kunst zieht und auch zur Vorlage für Bilder von Hexen wird. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt und bereits ausgebucht. Sie können den Vortrag jedoch nach der Veranstaltung online einsehen. Schauen Sie in die aktuellen Beiträge unseres Blogs um informiert zu bleiben.

BEITRÄGE BEI ANDERS[nicht]ARTIG

IRRITIERENDE SCHÖNHEIT DER HEXENVERFOLGUNG: KUNSTPAUSE IM KUNSTMUSEUM MARBURG

Finden Sie die Hexe im großformatigen Ölgemälde des Marburger Künstlers Wilhelm Bauer aus dem Jahr 1850? Die Kunstvermittlerin Michaela Haas erklärt in einer Online-Kunstpause im Kunstmuseum Marburg die historischen Hintergründe des Gemäldes. Es kann anlässlich des Themenjahres Andersartig. Hexen. Glaube. Verfolgung im Untergeschoss des Kunstmuseums angeschaut werden. Wir berichten im Beitrag BILDER DER HEXENVERFOLGUNG: SCHÖNHEIT über unsere Fragen nach Schuld und Schönheit und über unterschiedliche Bilder und Vorstellungen von Hexerei.

GEGENWARTSKUNST

MIT DER FRAGE NACH HEXEREI NEU BETRACHTET

Hexen und Hexer, Zauberei und Magie sind Teil unserer Vorstellungswelt – dies zeigt nicht nur die europäische Kunstgeschichte auf, sondern es wird auch in der Gegenwartskunst aktuell verhandelt, was Hexen waren und sind. Künstler*innen greifen Bilder von Hexerei und Magie auf, dekonstruieren sie, denken sie weiter oder neu. Manch Künstler*in wird dabei im Prozess selbst zu Hexe*r oder Heiler*in, integriert Rituale und Spells in die künstlerische Arbeit. Wie ist das Verhältnis des Kunstsystems zu neuen und alten Hexen und wie wird Magie in der Gegenwartskunst interpretiert? Was wird jeweils unter Hexerei verstanden? Das Blogteam ANDERS [nicht] ARTIG thematisiert verschiedene Arbeiten und Konzepte, führt Gespräche mit Künstlerinnen und Künstlern über ihre Bildwelten und fragt, ob darin Platz für Magie ist.

KÜNSTLER*INNENGESPRÄCHE IM BLOG ANDERS[nicht]ARTIG

ALEXEIR DIAZ BRAVO

Den Auftakt bietet ein Atelierbesuch bei dem kubanischen Künstler Alexeir Diaz Bravo der derzeit in Marburg und Havanna lebt und arbeitet. Der Beitrag TIEF AUS DEM UNBEWUSSTEN + DER KULTURGESCHICHTE GESCHÖPFT: DIE NEUE SERIE VON ALEXEIR DIAZ BRAVO zeigt Einblicke in sein Atelier und die entstehende Serie an Zeichnungen zu verschiedenen Mensch-Tier-Chimären. Celica Fitz vom Blogteam wird mit Alexeir Diaz Bravo über seine neuen Arbeiten sprechen und sich die Wesen aus der Nähe anschauen. Der Beitrag wurde ins Englische übersetzt: DRAWN DEEP OUT OF THE UNCONSCIOUSNESS OF ARTHISTORY.

JOAN SCHAAF

Die druckgrafischen Arbeiten von Joan Schaaf kreisen um ein Bild von Magie, Alchemie und Astronomie, das nur auf den ersten Blick märchenhaft wirkt. Einige ihrer Linolschnitte sind derzeit in der Ausstellung SOSO2020 online zu sehen. Joan Schaaf ist Künstlerin und Illustratorin. Celica Fitz hat mit ihr über den Mond, seinen Lauf und seine Kunstwerdung, visuelle Metaphern und den künstlerischen Blick in den (Nacht-)Himmel gesprochen. Der Beitrag zeigt ihre aktuelle Arbeiten und die Serie MELANCHOLIC MOONFACES.

Wir freuen uns auf weitere Gespräche und Einblicke in künstlerische Arbeiten. Wenn Sie über neue Beiträge informiert werden möchten, können Sie unseren Blog abonnieren oder uns auf Instagram folgen.

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